IDS-Connect Version 2.5

IDS-Connect Version 2.5

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Präambel

Die IDS Schnittstelle dient der (halb-)automatischen Kommunikation zwischen der kaufmännischen Software von Handwerksbetrieben mit den Internetpräsenzen der Großhändler und der Verbände.

Um beiden Seiten (Handwerk und Großhandel) gerecht zu werden, soll die Kommunikation nicht nur unsichtbar Informationen austauschen, sondern Rücksicht nehmen auf die optische und inhaltliche Präsentation des Großhandels. Beim Austausch von Informationen ist es besonders wichtig, dass die gegenseitigen Referenznummern und der einzelnen Positionen erhalten bleiben. Es darf nicht passieren, dass wie bei dem Spiel „Stille Post“ wichtige Bezüge durch die Übergabe zum Shop und die Rückübertragung zur Handwerkersoftware verloren gehen.

Für die Handwerkersoftware ist wichtig, dass alle Webshops (Internet Präsenzen der Großhändler) auf identische Weise angesteuert werden können. Damit sind auf Seiten der Handwerkersoftware keine Sonderprogrammierungen oder spezielle Anpassungen für den Shop-Datenaustausch mehr erforderlich. Für die Großhandelsseite ergibt sich der Vorteil, dass mit einer „Standardsoftware“ der Austausch mit vielen Kunden möglich ist.

Der Umfang der Möglichkeiten kann allerdings zwischen den Großhandelssystemen differieren. Die tatsächlich nutzbaren Funktionen können über eine in der Schnittstelle definierte Abfrage festgestellt werden.

Die IDS Schnittstelle basiert nicht auf klassischen Webservices, sondern im Wesentlichen auf der zur Verfügungstellung folgender zwei Funktionen:

  • Senden von Daten und Instruktionen vom Handwerker an den Webshop und

  • Empfangen von Daten und Instruktionen aus dem Webshop zurück an den Handwerker.

Zwischen diesen beiden Funktionen steht der Webshop bzw. die Internet-Präsenz des Großhändlers als sogenannte Blackbox.

Daher ist diese Webshop-Schnittstelle als halbautomatische Kommunikation zu verstehen, da alle Aktionen von Seiten des Handwerkers initiiert werden müssen. Weitere manuelle Aktionen auf der Webseite des Großhändlers können erfolgen, wobei deren Ergebnisse in der Regel zur Handwerkersoftware zurückgegeben werden.

Der Webshop muss nicht zwingend zu einem Großhändler gehören, sondern kann vom Hersteller oder Verband betrieben werden. In diesem Falle entfallen ggf. einige Funktionen, wie z.B. die der Übermittlung von Einkaufspreisen, Lieferkonditionen sowie Bestellabläufe.

Zu den derzeitigen Funktionen der Schnittstelle gehören:

  • Warenkorb senden: Übermittlung einer Artikelliste (Warenkorb) vom Handwerker an den Webshop

  • Warenkorb empfangen: Übermittlung einer Artikelliste (Warenkorb) vom Webshop an den Handwerker

  • Deeplink: Aufruf einer Artikelinformationsseite vom Handwerker an den Webshop

  • Artikelsuche: Aufruf der Artikelsuche im Websystem und Übertragung von Artikeln an die Handwerkssoftware

  • Heatinglabel senden: Übermittlung einer Artikelliste vom Handwerker an die Plattform Heatinglabel

  • Login-Informationen: Aufruf der Informationen, die zum Login erforderlich sind

  • Schnittstellenversion: Aufruf der Versionen, die unterstützt werden. 

Die zentrale Idee der Schnittstelle ist die Aufrechterhaltung des Workflows, sowohl auf Seiten des Handwerkers als auch auf Seiten des Großhandels. Dies wird dadurch gewährleistet, dass bei der Übermittlung von Warenkörben alle Positionen mit Referenznummern des Handwerkers und des Großhändlers erfolgen können, die von der anderen Seite keinesfalls verändert oder vernichtet werden dürfen. Dadurch soll zu jeder Zeit sichergestellt werden, dass

  • auf beiden Seiten der jeweilige Bezug zu deren Vorgängern (Angebot, Bestellung, Abruf, etc.) vorhanden ist und dass

  • manuelle Eingriffe (Änderungen, Ergänzungen, Löschungen) im Webshop bzw. im Warenkorb korrekt und nachvollziehbar an die Handwerkersoftware zurück übermittelt werden können. Dazu ist es wichtig, dass beim Ändern von Positionen (auch beim Wechsel der Artikelnummer) die Referenznummern des Handwerkers beibehalten werden. Die Tatsache, dass anscheinend viele Shops keine Änderungsfunktion haben, sondern nur Positionen löschen und neue einfügen können, ist bedauerlich und es sollte eine Überarbeitung angestrebt werden.

Die Schnittstelle ist so konstruiert, dass weitere Funktionen definiert werden können. Auf- und Abwärtskompatibilität werden durch eine Versionierung sichergestellt. Die IDS Schnittstelle und Kommunikation ist in sich abgeschlossen und bedarf keiner weiteren Quelle zum reibungslosen Ablauf. Da die Schnittstelle durch die manuelle Bedienung des Webshops eine „menschliche“ Komponente hat, haben beide Seiten dafür zu sorgen, dass mögliche Fehlerquellen abgefangen bzw. entsprechend gemeldet werden.

Erläuterungen zur Implementierung

Handwerkersoftware:

Bei der Zusammenstellung des Warenkorbes sollte die Möglichkeit bestehen, nur die Artikel zu nehmen, die bei diesem Lieferanten geführt werden.

Bei den aus dem Shop erhaltenen Artikeln sollte die Möglichkeit eines Abgleichs bestehen. Der Abgleich wird sicherlich auf Basis der in den Shop reingereichten Referenznummern geschehen. Wie mit den geänderten Artikeln umgegangen wird, muss jeder Software-Hersteller für sich selbst festlegen.

Die Anwendung der Schnittstelle sollte möglichst einfach sein, um die Akzeptanz der Shopsysteme zu erhöhen.

Shopsystem:

Artikel eines reingereichten Warenkorbes, die nicht im Sortiment enthalten sind, dürfen nicht entfallen, sondern müssen zwingend in der Darstellung des Warenkorbes angezeigt werden. Dies ist vor dem Hintergrund zu sehen, dass der Anwender sonst nicht merkt, dass einige Artikel nicht bestellt werden können.

Wünschenswert ist eine Tauschfunktion, bei der der Anwender jeden beliebigen oder nicht im Shop vorhandenen Artikel markiert und unter Beibehaltung der von der Handwerkersoftware vergebenen Referenznummer (wahrscheinlich die Positionsnummer) einen anderen Artikel wählen kann.

Eine wichtige Funktion ist natürlich, mit dem reingereichten Warenkorb eine Bestellung auszulösen. Für einige Handwerkerprogramme ist es wichtig, dass diese Bestellung zusätzlich in das Handwerkersystem zurückkommt. Wenn in der Handwerkersoftware eine Bestellüberwachung und eine darauf basierende Rechnungsprüfung angewendet werden, ist die Rückgabe zwingend erforderlich. Im Shop vorgenommene Änderungen ständen sonst nicht zur Verfügung.

Auch wenn die Shopanbindung aus Großhandelssicht primär für Bestellungen vorgesehen ist, so muss es im Shop auch eine einfache und schnelle Möglichkeit geben, keine Bestellungen, sondern nur eine Artikelsuche mit Rückgabe zum Handwerker auszulösen. Damit kann der Handwerker schnell und einfach Angebote zusammenstellen. Ansonsten kommt es leicht zu Fehlbestellungen, so dass die Anwender Angst bekommen und die Schnittstelle nicht mehr nutzen.

Da alle Änderungen im Warenkorb prinzipiell an das Handwerkerpaket zurückkommen, sollte der Shop eine einfach zu erkennende Möglichkeit haben, alle Änderungen im Shop zu verwerfen, keine Aktion im Shop auszulösen und nichts an die Handwerkersoftware zurückzuliefern.


Use-Cases

  • Senden eines Warenkorbs von Handwerkssoftware zum Großhandelsshop

  • Empfangen eines Warenkorbs in Handwerkssoftware vom Großhandelsshop

  • Aufruf der Detailseite zum Artikel in Großhandelsshop

  • Aufruf der Suche im Großhandelsshop aus der Handwerkssoftware

  • Aufruf der Suche in Open Datapool aus der Handwerkssoftware

  • Übertragen einer Artikelliste zur Berechnung eines Verbundlabels aus der Handwerkssoftware an Heizungslabel

  • Abfrage der Login Informationen

  • Abfrage der Schnittstellenversion


Rahmenbedingungen

Die in diesem Dokument beschriebenen Dateninhalte des Warenkorbs sind in Anlehnung an die Schnittstelle GAEB XML Version 3.1 erstellt worden. Dateninhalte, die nicht innerhalb der GAEB Struktur enthalten sind, wurden für diese Schnittstelle ergänzt.


Technisches Vorgehen

Warenkorbübernahme Shop zur Handwerkssoftware

Über diese Funktion soll die Übernahme eines Warenkorbs aus dem Shop-System in die Handwerkssoftware realisiert werden.

Für den Prozess wurden folgende Prozessschritte abgestimmt.

a) Starten des GH-Shops aus der Handwerkssoftware in einem Browserfenster
Beim Aufruf des GH-Shops soll eine automatische Anmeldung erfolgen. Hierfür werden bei der Anfrage die Parameter „Kundennummer“, „Benutzername“ und „Passwort“ übertragen.

Zusätzlich ist der Parameter „Version“ zur Angabe der Version der Schnittstelle (ab Version 1.3) möglich.

Die Zugangsdaten sollen den beim Anwender bereits bekannten Zugangsdaten im Shop-System entsprechen.

Bei der Übertragung der Parameter soll die POST Variante (komplexere Implementierung aber unbegrenzte Parameterlänge) möglich sein. Die GET Variante wird auf Grund der nicht ausreichenden Länge der Parameter nicht unterstützt.

Beim Aufruf der Shop-Anbindung muss im HTTP-Header der Content "text/html" angegeben werden. Weiterhin muss der Zeichensatz angegeben werden, um eine eindeutige Interpretation zu ermöglichen. Für die Formulardaten muss der enctype "multipart/form-data" angegeben werden. Die gleichen Festlegungen gelten auch beim Aufruf der Hook-URL.

Der Zeichensatz der xml Struktur für den Warenkorb soll in der xml Deklaration angegeben werden. Wird nichts angegeben, so wird utf-8 genutzt. Es kann in jeder Anfrage nur ein Warenkorb übermittelt werden.

Für die Übertragung wird die Nutzung von HTTPS empfohlen, grundsätzlich soll aber auch HTTP möglich sein.

Die Rück-Kommunikation zur Handwerkssoftware soll über eine HOOK-URL erfolgen. Diese wird als Parameter beim Aufruf des GH-Shops übertragen.

Zusätzlich kann der Parameter „Target“ angegeben werden. Hier wird das Target angegeben, welches durch die Handwerkssoftware überwacht wird, um den Abschluss der Rück-Kommunikation festzustellen. Das Target muss, nach Abschluss der Rück-Kommunikation, durch den Shop aktualisiert werden. Wird der Parameter nicht übertragen wird „TOP“ als Standard-Target genutzt.

Die Festlegung, welche Aktion im GH-Shop aufgerufen werden soll, erfolgt über einen Aktionsparameter. Sollten für andere Aktionen weitere Parameter erforderlich sein, so werden diese in Abhängigkeit von der Aktion definiert.

Falls beim Aufruf Fehler auftreten, sollen diese im Browserfenster angezeigt werden. Das genaue Fehlerhandling obliegt den einzelnen GH-Shops und wird hier nicht weiter betrachtet.

Falls der GH-Shop ein Weiterarbeiten z. B. über eine manuelle Anmeldung ermöglicht, müssen die Aufrufparameter aus der Handwerkssoftware erhalten bleiben, um den Abschluss des Prozesses zu ermöglichen.

Hinweis: Beim Zugriff auf die Shop-Systeme ist zu beachten, dass es zu Problemen kommen kann, wenn in einem Shop-System mehrere Funktionen parallel gestartet werden.

b) Aktionen in GH-Shop

Dieser Schritt wird für den Prozess als Blackbox betrachtet, da die möglichen Aktionen innerhalb der einzelnen GH-Shops individuell sind.

c) Übernahme des Warenkorbs

Die Übertragung des Warenkorbs erfolgt in den im Kapitel „Dateninhalte“ beschriebenen Datenstrukturen. Der übertragene Warenkorb muss dem Schema „Warenkorb_empfangen.xsd“ entsprechen.

Die Übernahme der Daten erfolgt als Übertragung eines Formulars an die HOOK-URL analog der OCI Schnittstelle.

d) Schließen des GH-Shops

Nach Abschluss der Verarbeitung muss das Browserfenster geschlossen werden und der Prozess ist abgeschlossen.

Warenkorbübergabe Handwerkssoftware zum Shop

Über diese Funktion soll die Übergabe eines Warenkorbs aus der Handwerkssoftware in das Shop-System realisiert werden.

Für den Prozess wurden folgende Prozessschritte abgestimmt.

a) Starten des GH-Shops aus der Handwerkssoftware in einem Browserfenster

Analog zu Punkt a) Warenkorbübernahme GH-Shop zur Handwerkssoftware.

Es wird ein anderer Aktionsparameter gesendet. Darüber hinaus werden die Daten des Warenkorbs als zusätzlicher Parameter übertragen.

Hinweis: Der Parameter Hook-Url muss in jedem Fall mitgesendet werden, da nur dann eine Rückübertragung möglich ist.

Die Übertragung des Warenkorbs erfolgt in den im Kapitel „Dateninhalte“ beschriebenen Datenstrukturen. Der übertragene Warenkorb muss dem Schema „Warenkorb_senden.xsd“ entsprechen.

Bei der Verarbeitung des Warenkorbs im GH-Shop müssen folgende Punkte gegeben sein:

· Es dürfen keine Positionen „verschluckt“ werden (bei der Verarbeitung entfallen) bzw. es muss eine entsprechende Fehlermeldung angezeigt werden.

· Übertragene Positionsnummern müssen erhalten bleiben.

· Ein Bezug zu Belegen z. B. Angeboten soll bei der Übertragung möglich sein und bei der Verarbeitung erhalten bleiben.

Hinweis: Beim Zugriff auf die Shop-Systeme ist zu beachten, dass es zu Problemen kommen kann, wenn in einem Shop-System mehrere Funktionen parallel gestartet werden.

b) Bearbeitung des Warenkorbs

Dieser Schritt wird für den Prozess weitgehend als Blackbox betrachtet, da die möglichen Aktionen innerhalb der einzelnen GH-Shops individuell sind. Folgende Festlegung wurde allerdings getroffen:

Beim Bearbeiten des Warenkorbs müssen die übertragenen Positionsnummern erhalten bleiben.

c) Rückübertragung des geänderten Warenkorbs

Analog zum Prozess Warenkorbübernahme GH-Shop zur Handwerkssoftware (Schritt c) soll auch hier die Rückübertragung der Daten möglich sein.

Artikeldeeplink

Über diese Funktion soll die Anfrage an das Shop-System mittels der GH-Nummer erfolgen. Als Antwort erscheint eine Seite im Browser, die Artikeldaten bereitstellt.

Der Prozess wurde wie folgt festgelegt:

a) Starten des GH-Shops aus der Handwerkssoftware in einem Browserfenster

Analog zu Punkt a) Warenkorbübernahme GH-Shop zur Handwerkssoftware.

Es wird ein anderer Aktionsparameter gesendet. Zusätzlich wird die Artikelnummer als Parameter übertragen.

Hinweis: Beim Zugriff auf die Shop-Systeme ist zu beachten, dass es zu Problemen kommen kann, wenn in einem Shop-System mehrere Funktionen parallel gestartet werden.

Artikelsuche

Über diese Funktion wird die Artikelsuche im Großhandelsshop oder in Open Datapool aufgerufen. Hierzu wird der Suchbegriff als Parameter übertragen.

Für den Prozess wurden folgende Prozessschritte definiert.

a)     Starten der Suche aus der Handwerkssoftware in einem Browserfenster

Beim Aufruf der Plattform soll eine automatische Anmeldung erfolgen, falls diese erforderlich ist. Hierfür können bei der Anfrage die Parameter „Kundennummer“, „Benutzername“ und „Passwort“ übertragen werden.

Bei der Übertragung der Parameter muss die POST Variante (komplexere Implementierung aber unbegrenzte Parameterlänge) möglich sein. Die GET Variante wird aufgrund der nicht ausreichenden Länge der Parameter nicht unterstützt.

Beim Aufruf der Plattform muss im HTTP-Header der Content "text/html" angegeben werden. Weiterhin muss der Zeichensatz angegeben werden, um eine eindeutige Interpretation zu ermöglichen. Für die Formulardaten muss der enctype "multipart/form-data" angegeben werden. Die gleichen Festlegungen gelten auch bei der späteren Rückübertragung zur Hook-URL.

Der Zeichensatz der xml Struktur für den Warenkorb soll in der xml Deklaration angegeben werden. Wird nichts angegeben, so wird utf-8 genutzt. Es kann in jeder Anfrage nur eine Artikelliste übermittelt werden.

Für die Übertragung wird die Nutzung von HTTPS empfohlen, grundsätzlich soll aber auch HTTP möglich sein. Das Protokoll wird von der Plattform vorgegeben.

Die Rück-Kommunikation zur Handwerkssoftware erfolgt über eine HOOK-URL. Diese wird als Parameter beim Aufruf der Plattform übertragen.

Zusätzlich kann der Parameter „Target“ angegeben werden. Hier wird das Target angegeben, welches durch die Handwerkssoftware überwacht wird, um den Abschluss der Rück-Kommunikation festzustellen. Das Target muss, nach Abschluss der Rück-Kommunikation, durch den Shop aktualisiert werden. Wird der Parameter nicht übertragen, wird „TOP“ als Standard-Target genutzt.

Die Festlegung, welche Aktion in der Plattform aufgerufen werden soll, erfolgt über den Aktionsparameter ("AS“).

Falls beim Aufruf Fehler auftreten, werden diese im Browserfenster angezeigt. Das genaue Fehlerhandling obliegt der einzelnen Plattform und wird hier nicht weiter betrachtet.

Hinweis: Der Parameter Hook-Url muss in jedem Fall mitgesendet werden, da nur dann eine Rückübertragung möglich ist.

Die Übertragung des Suchbegriffs erfolgt im Parameter „searchterm“.

In Parameter „searchterm“ können mehrere Begriffe, getrennt durch Leerzeichen, angegeben werden.

Die Anwendung des Suchstrings erfolgt durch die Suchengine des empfangenden Systems entsprechend der dort vorhandenen Logik. Die konkrete Suchlogik wird durch den Aufruf nicht beeinflusst.

Als Ergebnis des Aufrufs wird das Suchergebnis angezeigt.

a)     Aktionen im aufgerufenen System

Dieser Schritt wird für den Prozess als Blackbox betrachtet, da die möglichen Aktionen innerhalb der einzelnen aufgerufenen Systeme unterschiedlich sein können.

b)     Übernahme der Artikel

Die Übertragung der Artikel erfolgt in den im Kapitel „Dateninhalte“ beschriebenen Datenstrukturen. Der übertragene Warenkorb muss dem Schema „Warenkorb_empfangen_2-5.xsd“ entsprechen.

Die Übernahme der Daten erfolgt als Übertragung eines Formulars an die HOOK-URL analog der OCI Schnittstelle.

c)     Schließen des Systems

Nach Abschluss der Verarbeitung muss das Browserfenster geschlossen werden und der Prozess ist abgeschlossen.

Heatinglabel senden

Über diese Funktion soll die Übergabe einer Artikelliste aus der Handwerkssoftware in eine Plattform zur Berechnung des ErP-Labels realisiert werden.

Für den Prozess wurden folgende Prozessschritte abgestimmt.

a) Starten der Plattform aus der Handwerkssoftware in einem Browserfenster

Beim Aufruf der Plattform soll eine automatische Anmeldung erfolgen, falls diese erforderlich ist. Hierfür können bei der Anfrage die Parameter „Kundennummer“, „Benutzername“ und „Passwort“ übertragen werden.

Bei der Übertragung der Parameter muss die POST Variante (komplexere Implementierung aber unbegrenzte Parameterlänge) möglich sein. Die GET Variante wird auf Grund der nicht ausreichenden Länge der Parameter nicht unterstützt.

Beim Aufruf der Plattform muss im HTTP-Header der Content "text/html" angegeben werden. Weiterhin muss der Zeichensatz angegeben werden, um eine eindeutige Interpretation zu ermöglichen. Für die Formulardaten muss der enctype "multipart/form-data" angegeben werden. Die gleichen Festlegungen gelten auch bei der späteren Rückübertragung zur Hook-URL.

Der Zeichensatz der xml Struktur für den Warenkorb soll in der xml Deklaration angegeben werden. Wird nichts angegeben, so wird utf-8 genutzt. Es kann in jeder Anfrage nur eine Artikelliste übermittelt werden.

Für die Übertragung wird die Nutzung von HTTPS empfohlen, grundsätzlich soll aber auch HTTP möglich sein. Das Protokoll wird von der Plattform vorgegeben.

Die Rück-Kommunikation zur Handwerkssoftware erfolgt über eine HOOK-URL. Diese wird als Parameter beim Aufruf der Plattform übertragen.

Zusätzlich kann der Parameter „Target“ angegeben werden. Hier wird das Target angegeben, welches durch die Handwerkssoftware überwacht wird, um den Abschluss der Rück-Kommunikation festzustellen. Das Target muss, nach Abschluss der Rück-Kommunikation, durch den Shop aktualisiert werden. Wird der Parameter nicht übertragen, wird „TOP“ als Standard-Target genutzt.

Die Festlegung, welche Aktion in der Plattform aufgerufen werden soll, erfolgt über einen Aktionsparameter.

Falls beim Aufruf Fehler auftreten, werden diese im Browserfenster angezeigt. Das genaue Fehlerhandling obliegt der einzelnen Plattform und wird hier nicht weiter betrachtet.

Hinweis: Der Parameter Hook-Url muss in jedem Fall mitgesendet werden, da nur dann eine Rückübertragung möglich ist.

Die Übertragung der Artikelliste erfolgt im Parameter „heatinglabel“ in den im Kapitel „Dateninhalte Heatinglabel“ beschriebenen Datenstrukturen. Die übertragene Artikelliste muss dem Schema „heatinglabel_senden.xsd“ entsprechen.

Bei der Verarbeitung der Artikelliste in der Plattform müssen folgende Punkte gegeben sein:

Es dürfen keine Positionen „verschluckt“ werden (bei der Verarbeitung entfallen) bzw. es muss eine entsprechende Fehlermeldung angezeigt werden.

Übertragene Positionsnummern müssen erhalten bleiben (RefItems).

b) Bearbeitung des Artikelliste

Dieser Schritt wird für den Prozess als Blackbox betrachtet.

Folgende Festlegungen wurden allerdings getroffen:

Das manuelle Verändern der Artikelliste soll in der Plattform möglich sein.

Hinzugefügte Positionen müssen bei der Rückübertragung mit einem entsprechenden Status versehen werden.

Beim Bearbeiten der Artikelliste müssen die übertragenen Positionsnummern erhalten bleiben.

c) Rückübertragung der Berechnungsergebnisse und der Artikelliste

Innerhalb der Plattform kann die Rückübertragung der Berechnungsergebnisse, des ErP-Labels, des Datenblatts und der Artikelliste an die HOOK-URL gestartet werden.

Die Rückübertragung der Artikelliste erfolgt in den im Kapitel „Dateninhalte Heatinglabel“ beschriebenen Datenstrukturen. Die übertragene Artikelliste muss dem Schema „heatinglabel_empfangen.xsd“ entsprechen.

Logininformationen

Über diese Funktion wird am Shop System angefragt, welche Logininformationen erforderlich sind.

Bei der Anfrage wird nur der Parameter Aktionscode = „LI“ für Logininformationen übertragen. Als Antwort wird folgende XML Struktur erwartet:

<Logininformationen> <Kundennummer_erforderlich>false</Kundennummer_erforderlich> <Benutzername_erforderlich>true</Benutzername_erforderlich> <Passwort_erforderlich>true</Passwort_erforderlich> </Logininformationen>

Erlaubte Werte sind true / false.

Schnittstellenversion

Über diese Funktion wird am Shop angefragt, welche Versionen der Schnittstelle unterstützt werden.

Bei der Anfrage wird nur der Parameter Aktionscode = „SV“ für Schnittstellenversion übertragen. Als Antwort wird folgende XML Struktur erwartet:

<Schnittstellenversionen> <Version>1.3</Version> <Version>2.0</Version> <Version>2.1</Version> <Version>2.2</Version> <Version>2.3</Version> <Version>2.5</Version> </Schnittstellenversionen>

Erlaubte Werte sind „1.3“, „2.0“, „2.1“, „2.2“, „2.3“ und “2.5”.

Parameterdefinition

Innerhalb des Aufrufs der Funktionen können folgende Parameter übertragen werden:

Anfrageparameter

Beschreibung

Muss / Kann

Format

HTTP Parameter

Kundennummer

Kundennummer des Anwenders beim angefragten Unternehmen

KANN

STRING 50

kndnr

Benutzername

Benutzername des Anwenders beim angefragten Unternehmen

KANN

STRING 50

name_kunde

Passwort

Passwort des Anwenders beim angefragten Unternehmen

KANN

STRING 50

pw_kunde

Aktionscode

Gibt an, welche Aktion aufgerufen wird.

Möglich sind hier z. B.

„WKS“ -> „Warenkorb Senden“ (Handwerkssoftware zum GH_Shop)

„WKE“ -> „Warenkorb Empfangen“ (Handwerkssoftware vom GH_Shop)

„ADL“ -> „Artikeldeeplink“

„LI“ -> „Logininformationen“

„SV“ -> „Schnittstellenversion“

„HLS“ -> „Heating Label“

„AS“ -> „Artikelsuche“

MUSS

Codeliste Aktionen

action

Warenkorb

Parameter zur Übertragung des Warenkorbs.

Kann nur in Verbindung mit der Aktion WKS Warenkorb Senden genutzt werden

KANN

STRING

warenkorb

HOOK-URL

Angabe der Rücksprungadresse

KANN

STRING 256

hookurl

GH-Nummer

Angabe der Großhandelsartikelnummer zu der Daten angezeigt werden sollen.

Kann nur in Verbindung mit der Aktion ADL Artikeldeeplink genutzt werden.

KANN

STRING 35

ghnummer

Version

Angabe welche Version der Schnittstelle genutzt wird.

Konstant „2.5“

KANN

STRING 5

Version

Target

Angabe des Frames, in der die Aktualisierung nach dem Abschluss der Rück-Kommunikation durch den Shop erfolgt.

KANN

STRIG 50

Target

Heatinglabel

Parameter zur Übertragung der Artikelliste.

Kann nur in Verbindung mit der Aktion HLS Heatinglabel Senden genutzt werden

KANN

STRING

heatinglabel

Suchbegriff

Parameter zur Übertragung des Suchbegriffs.

Kann nur in Verbindung mit der Aktion „AS“ „Artikelsuche“ genutzt werden

KANN

STRING

searchterm


Datentypen

Folgende skalare Datentypen werden verwendet:

Name

Beschreibung/Format

Beispiel

STRING

PCDATA

Freizeithemd Charlie

INTEGER

Ganzzahlige Zahl mit optionalem Vorzeichen. Keine Brüche. Keine Fließkommazahlen. Es ist kein Trennzeichen zum Abgrenzen von 1000er-Stellen erlaubt.

1; 58502; -13

DEZIMAL

Fließkommazahl in 64-bit IEEE Standard 488.

Dezimaltrennzeichen ist der Punkt. Es ist kein Trennzeichen zum Abgrenzen von 1000er-Stellen erlaubt.

.314159265358979E+1

BOOLEAN

Die Werte "true" oder "false" können angegeben werden.

true oder false

DATE

Datum im ISO 8601 Format (YYYY-MM-DD) (siehe http://www.w3.org/TR/NOTE-datetime)

2009-11-26

TIME

Zeit im ISO 8601 Format (HH:MM:SS) ohne Zeitzone (siehe http://www.w3.org/TR/NOTE-datetime)

16:17:55


Dateninhalte

Dateninhalte Warenkorb

Dateninhalt

Beschreibung

Muss / Kann

Einfach / Mehrfach

Format

Referenz XML

Kopfebene

Warenkorb

Struktur zur Abbildung des Warenkorbs

MUSS

Einfach

-

Warenkorb

Warenkorb Info

Struktur zur Abbildung der Warenkorb-Informationen

MUSS

Einfach

-

WarenkorbInfo

Nachrichten Datum



MUSS

Einfach

DATE

WarenkorbInfo/Date

Nachrichten Uhrzeit



MUSS

Einfach

TIME

WarenkorbInfo/Time

Rückgabekennzeichen

Nur die Werte

"Warenkorbrückgabe" und

"Warenkorbrückgabe mit Bestellung"

sind möglich.

Hinweis: Das Rückgabekennzeichen ist für die Sendung des Warenkorbs an das Shop-System nicht relevant und kann nicht übertragen werden.

MUSS / -

Einfach

STRING

WarenkorbInfo/RueckgabeKZ

Version

Angabe der Schnittstellenversion

Konstant „2.5“

MUSS

Einfach

STRING 10

WarenkorbInfo/Version

Bestellung

Struktur zur Abbildung der Bestellung

MUSS

Einfach

-

Order

Bestellinformationen

Struktur zur Abbildung der Bestellinformationen

KANN

Einfach

-

Order/OrderInfo

Anfragenummer

Anfragenummer aus der Handwerkssoftware

KANN

Einfach

STRING 15

Order/OrderInfo/InquiryNo

Angebotsnummer

Angebotsnummer aus dem Großhandels-System.

Bei der Übergabe eines Warenkorbs von der Handwerkssoftware zum Großhandels-System dient dieses Feld zur Referenzierung bestehender Angebote / Abrufaufträge usw., auf die sich die Positionen beziehen.

Hinweis: Es ist zu beachten, dass das referenzierte Angebot noch gültig ist.

KANN

Einfach

STRING 15

Order/OrderInfo/OfferNo

Bestellnummer

Bestellnummer aus der Handwerkssoftware

KANN

Einfach

STRING 15

Order/OrderInfo/PartNo

Auftragsbestätigungsnummer

Bestellnummer aus dem Großhandels-System

KANN

Einfach

STRING 15

Order/OrderInfo/OrderConfNo

Lieferwoche

Maximaler Wert: 53

Hinweis: Es darf nur Lieferwoche und Lieferjahr oder Lieferdatum übertragen werden.

KANN

Einfach

INTEGER

Order/OrderInfo/DeliveryWeek

Lieferjahr

Angabe des Lieferjahrs zur Lieferwoche. Maximal vier Ziffern.

Hinweis: Wenn eine Lieferwoche übertragen wird, muss auch das Lieferjahr übertragen werden.